BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Thema Sportfreunde

Ganz Deutschland konnte miterleben, dass das Viertelfinalspiel der Sportfreunde gegen Dortmund wegen des Rasenzustandes abgesagt werden musste. Achtzehn Stunden später trommelte der Bürgermeister auf Wunsch der Sportfreunde die „interfraktionelle Runde“ zusammen, ein Gremium aus den Fraktionsvorsitzenden und Vertretern der Verwaltung, das keinerlei Entscheidungskompetenzen hat. Auch ein Vertreter des Kreises wurde kurzfristig eingeladen und nahm beratend an der Sitzung teil und signalisierte großes Entgegenkommen des Kreises.

Herr Wilke, der Macher der Sportfreunde, äußerte danach öffentlich, dass die Gemeinde Lotte für die Rasenerneuerung im Frimostadion aufkommen würde. Er geht davon aus, dass die 300.000 – 400 000 €, die das kostet, außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.

Wir vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind immer der Meinung gewesen, dass die Gemeinde die Aufgabe hat, den Breiten- und vor allem den Jugendsport zu fördern, aber nicht den Profisport und das nach unserer Rechtsauffassung auch gar nicht darf! Vor Jahren wurde der Rasen von der Gemeinde finanziert, aber da wurde er auch noch von allen Mannschaften des Vereins genutzt, heute dient er fast ausschließlich der Profimannschaft der Sportfreunde. Lediglich für die Ansprüche des Profisports ist dieser Rasen ungenügend, gäbe es die Drittligamannschaft nicht, dächte niemand an die Erneuerung.

Neben dem Aspekt, dass wir die Kostenübernahme ablehnen da kein Breitensport auf dem Rasen stattfindet, ärgern wir uns zusätzlich über das Vorgehen des Bürgermeisters. Für das Anliegen der Sportfreunde war er binnen weniger Stunden in der Lage Dinge in die Wege zu leiten und vom Kreis Steinfurt Antworten zu bekommen.

Die Bürger der Gemeinde warten in einer anderen Angelegenheit über drei Monate auf eine Antwort der Verwaltung:

Das gefährliche Nadelöhr an der Achmerstraße für Radfahrer und Fußgänger sollte unter anderem auf unseren Antrag hin entschärft werden. Der Kreis sollte in dieser Angelegenheit Antworten zu verschiedenen Fragen geben. Das ist fast vier Monate nach erfolgter Beschlussfassung des Rates noch nicht geschehen. Hier wird unserer Meinung nach seitens des Bürgermeisters zu wenig Druck ausgeübt genauso wie auch in der Frage der fehlenden Kitaplätze in der Gemeinde Lotte.

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