Oktober 2019 – Keine Steuergelder für den Profifußball!

Wir Grünen sind jederzeit dafür, den Breitensport in unserer Gemeinde nach Möglichkeit zu unterstützen. Dagegen aber ist eines unserer Prinzipien, den Profisport nicht  mit Steuergeldern zu fördern und zu finanzieren. Öffentliche Finanzspritzen oder andere Formen, bei denen Steuermittel in den Profifußball fließen, sind von EU-Gerichten verboten worden dagegen haben CDU/SPD/FDP im Lotter Rat verstoßen.

So haben die Sportfreunde noch 2016 ein Darlehen über 315 000€  erhalten,  das erkennbar nicht für den Breitensport verwendet wurde. Denn damals stiegen die Sportfreunde in die dritte Liga auf. Außerdem gibt es mehrere Bürgschaften der Gemeinde Lotte für den Verein in Höhe von ca. 470 000€. Die von dem Fußballobmann, Herrn Wilke, genannten 8 Millionen Euro Investitionen in die eigene Infrastruktur sind nach unserer Einschätzung zum größten Teil nur dem Profisport zuzuordnen und haben für die Gemeinde keinen Nutzen. Spätestens jetzt nach dem sogenannten „Nichtkauf“ der Umkleidekabinen, der Geschäftsstelle und der Gymnastikhalle stellen die restlichen Investitionen sich als unverkäuflich dar. Oder kann man das Stadion bei E-Bay für 8 Millionen versteigern, falls der Verein mal auf Kreisliganiveau absacken sollte? 😉 Spätestens dann wäre die Gemeinde doch zusätzlich auch für alle Betriebskosten zuständig!

Nachdem mehrfach in der Presse berichtet wurde, dass der Verein Spielergehälter nicht ausbezahlt hat, Personal entlassen musste und niedrigere Spielergehälter vertraglich vereinbaren will, ist uns jedenfalls klar, dass das bereitgestellte Geld der Gemeinde, weit über 500 000 €, für den Profisport genutzt werden soll.

Auch für den Breitensport des Vereins wird es nach Aussagen von Herrn Wilke Einschränkungen geben.

 Keine Entscheidungen darüber hinter verschlossenen Türen!

Wir meinen aber, dass die Grundsatzentscheidung darüber nicht in einer nichtöffentlichen Sitzung getroffen werden sollte. Die Bürger Lottes sollten vor solchen gewichtigen Entscheidungen informiert werden bevor  und nicht erst, nachdem der Beschluss schon gefasst wurde. Ein Verein, der Steuergelder für sich beantragt, sollte dies mit allen Hintergründen nicht nur vor dem Gemeinderat, sondern auch vor den Steuerzahlern offenlegen. Es war die bewusste Entscheidung des Bürgermeisters, diesen Dringlichkeitsbeschluss unter Verschluss zu halten. Auch sein Verhalten auf der Pressekonferenz zeigte, dass er möglichst wenig über diese Angelegenheit verlauten lassen wollte. Die rechtlichen Bedenken, von denen er sehr wohl weiß, versuchte er mit solchen Sätzen wie „Dabei handelt es sich juristisch nicht um einen Kauf, sondern um eine Ausgleichszahlung für die Investitionen des Vereins in den Breitensport“ zu entkräften.

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